Nachdem ich meinen Jahresurlaub ja schon hinter mir habe, bleibt nur noch die Zeit für einen Kurztrip … und zwar nach Kuba.


Diesmal mit mir auf Tour ist Kathi.


Die Überlegung nach Kuba zu reisen, reifte bei mir schon geraume Zeit. Und jetzt soll es angegangen werden. Doch die Umsetzung erwies sich als schwieriger als gedacht. Besonders die Logistik für Individualtouren schien hier das Problem.

Die Empfehlung des Reisebüros war 14 Tage in Havanna oder Varadero und von dort aus Tagesausflüge zu machen.

Hmm… abgelehnt.

Ein wenig Eigenständigkeit und Abenteuer sollte schon sein.

Kathi, die sich als kleines Organisationstalent herausstellte, hat dann im Web einen Spezialanbieter für Kuba- und Lateinamerikareisen recherchiert, und so kamen wir dann doch noch zu unserer Rundreise…



Hinweis:

Rechtschreibfehler sind zukunftsweisend und gehören zur (baldigen) neuen Reform.



Arbeitstitel:

Rauchwaren, Spirituosen und Musik

oder

Zigarren, Rum und Fidel

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Dienstag, 4. Oktober 2016

01.10.16 München - Havanna



Heute Morgen 6 Uhr raus – natürlich nicht ganz freiwillig. 7Uhr 14 mit dem Bus zur S-Bahnstation. Auch heute wollte der Busfahrer kein Ticket sehen. Dann 2 Stationen mit der Bahn zum Terminal.

Check in, Gepäckabgabe, Passkontrolle und körperliche Belästigung - Standard.
Dann erst mal Frühstücken. Aufgrund unserer zeitigen Abreise fiel das im Hotel flach.
Der Flughafen München, hier der Terminal 1C zeigte sich recht übersichtlich. Dagegen besonders zeigt sich die Vorgehensweise beim Boarding. Da war irgendwie keine zu erkennen. Auf Nachfragen am Gateschalter nach der Boardingzeit bekam ich die Anwort, es gäbe keine. Es hinge davon ab, wann die Crew bereit wäre. Aber sie würden es dann durchsagen, na immerhin.


Es kamen eine Menge Durchsagen, nur die für unser Boarding war nicht dabei. Irgendwann kam diese dann doch, aber so richtig vorwärts ging es nicht. 

Unser Flieger sollte um 10:30Uhr gehen, was natürlich aufgrund des Abfertigungstempos nicht gelang.  Die Boeing 767 der Condor hatte dann 20min Verspätung.

Der Flug dauerte knapp 11h. Das Entertainmentprogramm für die Holzklasse war seehr übersichtlich – 2 Filme und 2 Serienfolgen. Den Rest gab es gegen Bezahlung. 

Aber nicht mit uns. Die Sitze waren eh nicht so bequem, als das sie für längere Reisen gedacht wären. Also stellten wir uns am Ende des Ganges in die Küche und schnackten mit den Flugbegleitern. Da auch die Toiletten dort hinten angesiedelt waren, waren einige, nicht ganz zu Unrecht, der Meinung, wir würden auf das Freiwerden just jener warten. Aber wenn diese frei waren und wir nicht dergleichen taten, warteten einige noch immer. Einer stand gefühlte 10 min vor der freien Toilette bevor er mit ganz gelben Augen nachfragte. Zwischendurch fragten uns anderen nach Getränken usw. Ich hatte der Crew mittlerweile angeboten, als externer Berater den Job zu übernehmen. 

Ich kam zu der Überlegung, ich sollte ein Buch schreiben zum Thema Entertainment auf Flugreisen, bei denen die übrigen Passagiere zu unfreiwilligen Mitspielern werden. Eine Situation schaffen und den Mitreisenden durch Kommentare etwas verwirren. Ein Spaß für die ganze Familie. 

Na jedenfalls gestaltet sich der Flug so recht kurzweilig.

Zudem gab es auch noch witzige Durchsagen des Piloten incl. der expliziten Ansage der Nichtnutzung des Samsung Note 7´s
Auch das heimliche Rauchen auf den Toiletten sei noch nicht gestattet.
Und dass bei der Landung die Passagiere doch bitte bis zu Stillstand angeschnallt bleiben sollen, da es bisher noch kein Passagier geschafft hätte vor der Maschine am Terminal zu sein.

16Uhr8  Landung in Havanna. 30 Grad wolkig schwül – Zeitunterschied -6h.
Der Flughafen selbst … naja … wie soll man den beschreiben – 60er Jahre Provinz. Die Einreise erfolgte, ich denke mal, landestypisch seeeeehr gemächlich. 


Vor dem Gebäude warteten auch schon unsere Kontaktperson und ein Taxi. Nur Bargeld brauchten wir noch. Ab zum ATM. Schön, dass vor der Wechselstube daneben eine lange Schlange stand, während der Automat frei war. Geldabheben per Kreditkarte kein Problem. Da hatte ich in Deutschland schon größerer Schwierigkeiten.
Mit dem Taxi ging es dann zur Unterkunft inmitten der Altstadt. Die Verkehrsführung ist hier sehr speziell. Selbst der Taxifahrer, der noch zusätzlich einen Navigator mit hatte, drehte eine sehr verwirrende Extrarunde. Aber er hat es dennoch geschafft.
Der Chef des Hauses, Marcell, nahm uns in Empfang. Wir bezogen das Zimmer und anschließend folgte die obligatorische Runde um den Block. Natürlich wurden wir von zahlreichen Verkäufern von Souvenirs und gastronomischen Einrichtungen angesprochen. Aber so richtig empfänglich waren wir nicht, bis auf einen mit einem Panamahut, der musste sein. Wir tingelten durch die Gassen bis zum Hafen und wieder zurück, um am Plaza Vieja in einer Bar einen Absacker zu uns zu nehmen. 













Das hat dann auch gereicht für heute – wir sehen beide aus wie ein totes Opossum.

2 Kommentare:

  1. Wie sieht denn bitte ein totes Opossum aus? ;-)

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  2. Besser wie ein totes Opossum aussehen als wie ein Iltis riechen, sag' ich immer...;-)

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