Heute Morgen 6 Uhr raus – natürlich nicht ganz
freiwillig. 7Uhr 14 mit dem Bus zur S-Bahnstation. Auch heute wollte der
Busfahrer kein Ticket sehen. Dann 2 Stationen mit der Bahn zum Terminal.
Check in, Gepäckabgabe, Passkontrolle und körperliche
Belästigung - Standard.
Dann erst mal Frühstücken. Aufgrund unserer zeitigen
Abreise fiel das im Hotel flach.
Der Flughafen München, hier der Terminal 1C zeigte sich
recht übersichtlich. Dagegen besonders zeigt sich die Vorgehensweise beim
Boarding. Da war irgendwie keine zu erkennen. Auf Nachfragen am Gateschalter
nach der Boardingzeit bekam ich die Anwort, es gäbe keine. Es hinge davon ab,
wann die Crew bereit wäre. Aber sie würden es dann durchsagen, na immerhin.
Es kamen eine Menge Durchsagen, nur die für unser
Boarding war nicht dabei. Irgendwann kam diese dann doch, aber so richtig
vorwärts ging es nicht.
Unser Flieger sollte um 10:30Uhr gehen, was natürlich
aufgrund des Abfertigungstempos nicht gelang. Die Boeing 767 der Condor hatte dann 20min
Verspätung.
Der Flug dauerte knapp 11h. Das Entertainmentprogramm für
die Holzklasse war seehr übersichtlich – 2 Filme und 2 Serienfolgen. Den Rest
gab es gegen Bezahlung.
Aber nicht mit uns. Die Sitze waren eh nicht so bequem,
als das sie für längere Reisen gedacht wären. Also stellten wir uns am Ende des
Ganges in die Küche und schnackten mit den Flugbegleitern. Da auch die
Toiletten dort hinten angesiedelt waren, waren einige, nicht ganz zu Unrecht,
der Meinung, wir würden auf das Freiwerden just jener warten. Aber wenn diese
frei waren und wir nicht dergleichen taten, warteten einige noch immer. Einer
stand gefühlte 10 min vor der freien Toilette bevor er mit ganz gelben Augen
nachfragte. Zwischendurch fragten uns anderen nach Getränken usw. Ich hatte der
Crew mittlerweile angeboten, als externer Berater den Job zu übernehmen.
Ich kam zu der Überlegung, ich sollte ein Buch schreiben
zum Thema Entertainment auf Flugreisen, bei denen die übrigen Passagiere zu
unfreiwilligen Mitspielern werden. Eine Situation schaffen und den Mitreisenden
durch Kommentare etwas verwirren. Ein Spaß für die ganze Familie.
Na jedenfalls gestaltet sich der Flug so recht kurzweilig.
Zudem gab es auch noch witzige Durchsagen des Piloten
incl. der expliziten Ansage der Nichtnutzung des Samsung Note 7´s
Auch das heimliche Rauchen auf den Toiletten sei noch
nicht gestattet.
Und dass bei der Landung die Passagiere doch bitte bis zu
Stillstand angeschnallt bleiben sollen, da es bisher noch kein Passagier
geschafft hätte vor der Maschine am Terminal zu sein.
16Uhr8 Landung in
Havanna. 30 Grad wolkig schwül – Zeitunterschied -6h.
Der Flughafen selbst … naja … wie soll man den
beschreiben – 60er Jahre Provinz. Die Einreise erfolgte, ich denke mal,
landestypisch seeeeehr gemächlich.
Vor dem Gebäude warteten auch schon unsere Kontaktperson
und ein Taxi. Nur Bargeld brauchten wir noch. Ab zum ATM. Schön, dass vor der
Wechselstube daneben eine lange Schlange stand, während der Automat frei war.
Geldabheben per Kreditkarte kein Problem. Da hatte ich in Deutschland schon
größerer Schwierigkeiten.
Mit dem Taxi ging es dann zur Unterkunft inmitten der
Altstadt. Die Verkehrsführung ist hier sehr speziell. Selbst der Taxifahrer,
der noch zusätzlich einen Navigator mit hatte, drehte eine sehr verwirrende
Extrarunde. Aber er hat es dennoch geschafft.
Der Chef des Hauses, Marcell, nahm uns in Empfang. Wir
bezogen das Zimmer und anschließend folgte die obligatorische Runde um den
Block. Natürlich wurden wir von zahlreichen Verkäufern von Souvenirs und
gastronomischen Einrichtungen angesprochen. Aber so richtig empfänglich waren
wir nicht, bis auf einen mit einem Panamahut, der musste sein. Wir tingelten
durch die Gassen bis zum Hafen und wieder zurück, um am Plaza Vieja in einer
Bar einen Absacker zu uns zu nehmen.
Das hat dann auch gereicht für heute – wir sehen beide
aus wie ein totes Opossum.
Wie sieht denn bitte ein totes Opossum aus? ;-)
AntwortenLöschenBesser wie ein totes Opossum aussehen als wie ein Iltis riechen, sag' ich immer...;-)
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