Frühstück 8 Uhr. Das Wetter sonnig bis leicht bewölkt, um
die 30 Grad.
Heute war Fahrtag. Unser heutiges Etappenziel: Cienfuegos
via Playa Largo.
9 Uhr Abfahrt. Zuvor noch fix in den Supermarkt Wasser
holen.
In Pinar del Rio machten wir kurz Station. Hier
schlenderten wir ein wenig durch das Zentrum auf der Suche nach dem Palazio
Guasch. Von den Einheimischen schicke uns jeder in eine andere Richtung. Naja,
ewig Zeit hatten wir nun auch nicht. Wir brachen die Suche ab. Auf dem Weg raus
aus Pinar kamen wir dann doch noch am Guasch vorbei, was wir natürlich erst
hinterher herausfanden.
Die letzten Tage hatten wir versucht Cola zu bekommen,
aber die war Mangelware, selbst die Bars mussten haushalten, d.h das
Mischungsverhältnis Rum zu Cola verschob sich merklich zum Rum. Die Cola war
nur noch zur Farbgebung. Doch in Pinar del Rio wurden wir fündig. Ha ... heute
Abend gibt´s CubaLibre.
Von Pinar aus hatten wir ein langes Stück Autopista (A4)
bis San Antonio de los Baños. Dann ging es auf Nebenstraßen bis San Jose de las
Lajas. Zum Glück ließen diese sich die besser fahren, als die von gestern.
Bei San Jose fuhren wir wieder auf die Autopista (A1) bis
Jagüey Grande.
Hier noch ein kurzer Boxenstopp.
Und wer denkt, wir sind in Cuba, tja denkst… als nächstes
kam Australia.
Wir fuhren weiter bis nach Playa Largo. Irgendwie hatten
wir uns das hier …lebhafter vorgestellt. Aber gut… die Saison fängt ja erst in
3 Wochen an. Trotzdem fanden wir es etwas trostlos und Sandstrände nach
Bilderbuchvorstellung hatten wir jetzt nicht gesehen. Also weiter die Küstenstraße
entlang bis Playa Giron. Unterwegs suchten wir nach kleinen versteckten
Einfahrten zum Meer.
In Playa Giron drehten wir von der Küste ab nach
Cienfuegos. Unterwegs huschten immer wieder kleine schwarzrote bzw. orange Halloweenkrabben
über die Straße. Die kleinen Biester mit der Kamera einzufangen war schon
sportlich.
Kurz vor Cienfuegos gerieten wir in einem Dorf in eine
Straßenparty und ausgerechnet die einzige Straße, die unser Navi kannte. Äähm…
wie sollten wir da jetzt durchkommen. Ich fragte einen Passanten nach dem Weg
nach Cienfuegos. Der erklärte mir (natürlich auf Spanisch), gerade aus, an der
nächsten Kreuzung nach rechts. Ja alles schön und gut, aber wie sollten wir dahin
kommen, da die Straße vor mir durch Feierwütige blockiert war. Das versuchte
ich ihm klarzumachen, aber er rasselte seinen Text wieder runter. Man… das mit
der Kreuzung hatte ich kapiert, aber wie sollte ich dahin kommen, bei seiner
feierwütigen Bande. Ich bedanke mich freundlich und verfuhr nach dem Prinzip
„Augen zu und durch“. Ich schob mich gaanz langsam durch, zur leichten
Verärgerung der Festteilnehmer. Zum Glück war der „Schleichweg“ nicht allzu
lang und wir kamen wieder auf Kurs.
Das restliche Stück verlief problemlos. In Cienfuegos sprach
uns an einer Kreuzung ein Radfahrer an, was wir den suchten. Ich sagte ihm die
Adresse und wir sollten ihm folgen. Na… das macht der doch nicht aus reiner
Nächstenliebe, war mein Gedanke. Und natürlich, an der Casa verlangte er seinen
CUC – er sei schließlich ein Offizieller
und es wäre sein Job – aha… alles
klar.
Die Gastwirte erwarteten uns bereits. Es war mittlerweile
halb 7. Leider sprachen beide sehr wenig bis gar nicht Englisch und wir das
gleiche in Spanisch … na, mal sehen was das wird.
Zum Abendessen wollten wir eine Empfehlung haben. Ah… das
verstanden sie dann und schleppten uns in eine Nebenstraße zu einem Lokal, wo
man erst mal klingeln muss, um eingelassen zu werden – psst… anscheinend ein
echter Insider Geheimladen. Das Essen war kreolisch und soweit gut inkl.
Hausmusik. Das die Barden natürlich die Patschehändchen auch noch aufhielten
war klar.
Nach dem Essen schlenderten wir noch ein Stück um den
Block, um noch auf den letzten Metern eine Dusche zu bekommen.
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