Heute Frühstück 8 Uhr. Wetter bewölkt um die 30 Grad.
Das Taxi war überpünktlich kurz vor 9 da… völlig untypisch
für Lateinamerika.
Die ersten Gruppenteilnehmer war ein indisches Pärchen
aus London und Luis unser Tourguide plus teilnahmslos wirkenden Taxifahrer.
Nach einer guten halbe Stunde erreichten wir die Aussichtsplattform El Mirador
de Caribe mit Blick über die Sierra Escambray.
Hier gesellten sich die anderen Tourmitglieder zu uns, 4
deutsche und 2 Spanierinnen.
Mit 2 Taxi´s ging es dann zum Park Guanayara. Unterwegs
hielten wir noch im Restaurant, in dem wir später essen sollen, um schon mal
unsere Bestellung aufzugeben.
Die Taxi´s setzten uns am Parkeigang ab. Von dort aus
ging es zu Fuß weiter durch den Regenwald. Luis erklärte alles möglich vom, um
und durch den Wald. Da sich die Gruppe jedoch immer etwas auseinanderzog,
blieben einige Informationen auf der Strecke.
Irgendwann kamen wir an einen Naturpool mit kleinen
Wasserfällen, in dem man schwimmen konnte und durfte. Natürlich wurde das
touristisch gehypt, so dass einige Tourgruppen vor Ort waren.
Das Wasser war recht frisch, aber eine langsame
Eingewöhnungsphase fiel aufgrund eines glitschigen Steines an der
Einstiegsstelle aus und wir beide machten einen Abgang, bei dem es Abzüge in
der B-Note gab.
Danach ging es weiter zu größer werdende Wasserfälle bis
wir zum 20m hohen El Rocio kamen. Hier waren Fotoposen Pflicht.
Das letzte Stück unserer Wanderung ging über eine Kaffeeplantage.
Danach sammelten uns die Taxis wieder ein.
Leider haben wir keine Kolibris vor die Linse bekommen.
Sie schwirrten zwar ab und zu vorbei, waren aber so klein und flink, dass wir
nicht hinterherkamen.
Auf der Fahrt zum Restaurant traten technische Probleme
beim zweiten Taxi auf, der anscheinend seinen Allradantrieb zurückgelassen
hatte und bei den Straßenverhältnissen echt von Vorteil gewesen wäre. Bei uns
im Taxi kam so eine Talkrunde, über die Qualtäten und Vorzüge von mechanischen
zu elektronischen Bauteilen in Autos und deren Reparaturfreudlichkeit, auf.
Kurze Zeit später erreichten wir das Restaurant und kamen
zu unserem bereits vorbestellten Essen. Leider hatte ich mich mit dem
Gummiadler, sprich Hähnchen, ein wenig angeschmiert. Kathi hatte diesmal mit
ihrer Wahl den etwas besseren Griff.
Nach dem Essen weiter zu einem Kaffeehaus. Hier gab es
ganz wilde Kaffeekompositionen. Während Kathi einen Espresso nahm, versuchte
ich mich an einem Potpourri aus Kaffee, Honig, Ingwer und Rum.
Kurz vor 4 erreichten wir unsere Casa.
Kathi machte Nickerchen, während ich nochmal eine Runde
zum Plaza Mayor ging und versuchte per Internet Kontakt mit der restlichen Welt
aufzunehmen.
Zum Abendessen suchten wir wiederrum den Plaza Mayor auf,
wohin sollten wir auch sonst. Wir fanden auch ein Lokalität, die Pizza im
Angebot hatte … hmm… kubanische Pizza hatten wir noch nicht …also rein. Zum
guten Ton einer kubanischen Schankwirtschaft gehört es sich, dass auch die
richtigen Töne getroffen werden und zwar in Form einer Liveband, die dem Gast
auch die musikalischen Kostbarkeiten darbringt. Aber irgendwie kam da hier
nicht so recht rüber, da die Band ein wenig unmotiviert wirkte. Zudem plärrte
auch noch der Carusoverschnitt vom nahe gelegenen Casa de la Musica dazwischen.
Nach den Essen blieb nur noch eine Runde um den Plaza
Mayor auf der Suche nach Mojitos. Aber es wie immer, wo viele Touris rumstreunen,
nehmen der Preis zu und die Qualität, sprich die Inhaltstoffe, ab.
Also sind wir zurück zur Casa und mit unseren Reserven auf
der Terrasse versackt.
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