In der Nacht hatte es mehr oder weniger stark geregnet,
darauf ließen die Pfützen schließen und der heutige Morgen setzt sich stark
bewölkt und regnerisch mit teilweise Starkregen fort.
Egal, erst mal Frühstück 9 Uhr.
Doch bevor wir abreisten musste Kathi noch eine Flasche Varaderosand
am Strand einsammeln.
Um 10 Uhr auschecken und los.
Von Varadero aus nahmen wir die Autopista bis Matanzas, die
mit 2 CUC mautplichtig und gut fahrbahr
war, weiter über Santa Cruz del Norte an der Küste entlang nach Havanna.
Unterwegs machten wir noch einen Fotostopp an der Brücke
Valle de Yumuri. Natürlich ein Touristenpunkt und die freundlichen
Parkeinweiser verlangten ihren obligatorischen CUC.
Gegen halb eins kamen wir in Havanna unserer bekannten Casa
Calle Habana an. Marcel hatte sich inzwischen wieder in die Schweiz abgesetzt.
Da wir den Wagen noch bis zum Nachmittag hatten wollten
wir die Zeit noch für einen kleinen Ausflug zum Parque Almendares nutzen. Nach
ein wenig rumirren fanden wir diesen dann auch. Eigentlich eine schöne Anlage
nur leider war dieser z.T. recht verlottert und einige Zeitgenossen hatten ihn
wohl mit einer Müllkippe verwechselt.
Wir fuhren zurück und gg. 3Uhr gaben wir den Mietwagen
ab. Wir haben es tatsächlich geschafft
ihn nach über 1600km, trotz der Straßenverhältnisse und des Verkehrs,
ohne zusätzliche Kratzer, Dellen und ohne platten Reifen abzugeben.
Mittlerweile kannten wir uns in der Altstadt ganz gut aus
und wir gingen zu Fuß zum Hafen zu den Markthallen, die wir vor zwei Wochen nur
verschlossen vorgefunden hatten. Hier wurden wir natürlich auch angesprochen
mit der Frage woher wir denn seien. Wir packten mal wieder die finnische Nummer
aus. Die Typen quatschen zwar nach einem kurzen Stutzen weiter, versuchten aber
nicht uns auf finnisch zuzutexten, wie das mit der Antwort „Germany“ gewesen
wäre. Hier erledigten wir noch unserer letzten Mitbringseljobs.
Der Rückweg ging über den Plaza de Armas, dem ehemaligen
Exerzierplatz, auf dem heute nur noch Bücher in Reih und Glied stehen und
Wortgefechte beim Feilschen ausgetragen werden.
Hier fand gerade ein Intermezzo einer Drummerband statt,
die mit karibischen Klängen die Massen begeisterten.
Auf den Weg zur Casa sprach uns ein Cubaner, der uns
wahrscheinlich beim reden zugehört hatte, mit der plumpen Anmache „Germany“ an.
Ich konterte gleich mit Finnland. Bei dem Kollegen ploppten die Fragezeichen
regelrecht auf und der Gesichtsausdruck… unbezahlbar … und für alles andere
gibt es VisaCard.
Für das Abendessen suchten wir wieder, wie schon vor zwei
Wochen, Lamparilla 361. Die Bedienung konnte sich sogar noch an uns erinnern
und wie hielten noch einen kleinen Schwatz.
Eigentlich wollten wir anschließend noch ein wenig um die
Häuser ziehen, aber es gewitterte am laufenden Bande. So verbrachten wir den
Abend auf dem Zimmer beim Kartenspielen und Vernichten der letzten
HavannaClubreste.