Heute war Abreise nur ging unser Flug erst gegen 6Uhr
abends.
Das hieß Zeit totschlagen.
Beim Frühstück klärten wir das Prozedere mit dem Checkout,
da wir bis 11 aus dem Zimmer mussten unser Taxi ab erst halb 3 kam. Alles kein Problem. Gepäck
ins Lager und wir hatten sogar noch die Möglichkeit des Duschens vor der
Abreise.
Heute Vormittag stand das Museo de Chocolate auf dem
Plan, an dem wir schon zweimal vorbeigelaufen waren, aber irgendwie nie
hineingefunden hatten. Die Bezeichnung Museum war… naja ein wenig übertrieben… vielmehr
ein Cafe mit ein paar Vitrinen mit irgendwelchen Artefakten die wohl irgendwas
mit der Schokolade zu tun haben bzw. hatten. Aber an sich nett gemacht. Ich
genehmigte mir eine Tasse heisse Schokolade bevor wir weiterzogen.
Wir liefen die Obispa, die Einkaufsstrasse in Havanna
Viejo, entlang und versuchten noch ein Pesos loszuwerden, was aber gar nicht so einfach war. Eigentlich hatten wir
alles, aber wir durchstöbert noch einige der unzähligen Läden in der Altstadt.
Halb 2 waren wir wieder in der Casa und nutzen nochmal
die Möglichkeit des Frischmachens. Das Taxi kam dann halb 3 – und sogar
pünktlich. Die Fahrt zum Flughafen
dauerte ca. eine halbe Stunde.
An der Abfertigung standen schon ein paar Leute – auf den
ersten Eindruck eine größere deutsche Reisegruppe aus dem Schwabenlände. Daher
war es auch wenig verwunderlich, dass sich Personen hinter uns versuchten vorbeizudrängeln,
in dem sie in kleinen Tippelschritten ihr Gepäck vor das unsere schieben. Es
ist ja allgemein bekannt, dass der Flieger die Reisegruppe nicht mitnimmt, wenn
diese nicht vollständig und geschlossen eingecheckt hat.
Der Checkin verlief ohne weitere Irritationen, nur der
Vorturner der Reisegruppe hatte wohl noch was in seinen Bart im Sinne von … wie
könnten wir uns nur dazwischen stellen… gemurmelt.
Das Gate füllte sich mittlerweile mit den ganzen
Pauschaltouris, die z.T. immer noch ihre Allinklusiv Armbändchen als Zeichen
ihres Triumphes über ihr überlebtes, im Habitat geschützten, Ferienabenteuer trugen.
Der Flughafen Havanna ist sehr überschaubar. Es gibt am
Terminal 2 nur ein Gate allerdings mit 2 Ausgängen. Den Anzeigen zufolge
starten hier wohl kaum mehr als 10 Flugzeuge pro Tag – reine Schätzung da am
Nachmittag lediglich 4 Flüge angeschrieben standen. Das Gate selbst wirkte recht
provinzial - ein paar Läden, die eher den Ständen auf dem Markt glichen und 2
Cafes, deren Angebote sehr übersichtlich waren und deren Bedienung lieber
telefonierte als zu servieren.
Wie auf immer 16 Uhr 50 sollte Boarding sein, welches
auch nur um eine halbe Stunde verspätet begann. Die Einlasskontrolle wirkte
etwas vorsintflutlich - ein Pult mit einem auf einem Stuhl liegenten Art
Scanner, verdrahtet wie vor 20 Jahren meine erste Modemleitung.
Die Ansage zum
Boarding erfolgte „oldschool“, indem der Kontrolletti die Boardingreihenfolge
in die Massen rief. Danach strömten die Passagiere erst aufs Rollfeld und dann
von vorn und hinten in die Maschine.
Der Flug verlief ohne weitere Vorkommnisse. Das
Entertainmentprogramm war das gleiche wie auf dem Hinflug. Ich nutze die Zeit,
um den Blog weiterzuschreiben.
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